iGaming-Anbieter geben derzeit bis zu 20.000 Euro pro Monat für die Dateninfrastruktur aus, während 95 Prozent der gesammelten Spielerinformationen ungenutzt bleiben. Plattformen erfassen über 100 Metriken pro Nutzer, wenden aber aktiv nur fünf zentrale transaktionale Punkte für operative Entscheidungen an.
Datenerfassung und -speicherung
Die erfassten Metriken umfassen die Klickgeschwindigkeit vor Einzahlungen, Navigationsmuster im Lobbybereich, Spielwechsel während einer Sitzung, Gewinn- und Verlustquoten über sieben Tage, die Scrolltiefe auf Promo-Seiten, Spitzenaktivitätszeiten und die Gerätekonsistenz. Diese verhaltensbezogenen Indikatoren werden in zentralen Data Warehouses zusammen mit grundlegenden transaktionalen Aufzeichnungen wie Einzahlungsdaten, Einsatzbeträgen, Inaktivitätsperioden, bevorzugten Slots und VIP-Stufenzuordnungen gespeichert.
Verhaltensmetriken und Kundenbindung
Ein Chief Strategy Officer einer führenden CRM-Plattform merkte auf der SiGMA-Konferenz an: „Anbieter sind bei transaktionalen Daten – Einzahlungen, Wetten – stark, da der Zusammenhang mit dem Umsatz offensichtlich ist. Die darüberliegende Verhaltensschicht bleibt jedoch ungenutzt.“ Die Branchenvergleich beschreibt die Situation so, als würde man Sand aus einer Ölreserve fördern.
Richtig angewendet können verhaltensbezogene Signale automatisierte Systeme steuern. Häufige Spielwechsel während einer Sitzung deuten beispielsweise auf eine Nichtübereinstimmung mit den Spielerpräferenzen hin, worauf Empfehlungssysteme ähnliche Titel anzeigen und die Bindungsquote um 15 Prozent steigern können.
Quelle: R2B.News.