Die Eidgenössische Glücksspielkommission hat ihren Jahresbericht 2025 veröffentlicht, der einen kombinierten Bruttospielertrag von 878,5 Millionen CHF in den lizenzierten Casinos des Landes verzeichnet. Dieses Gesamtergebnis entspricht einem Rückgang von 2,1 % gegenüber dem Vorjahr, der auf eine verminderte Aktivität in den Standorten zurückzuführen ist, trotz eines leichten Online-Wachstums.
Finanzielle Leistung und Branchenübersicht
Die Standorte erzielten 564,9 Millionen CHF, was einem Rückgang von 3,9 % gegenüber dem Vorjahr entspricht, während die Online-Plattformen 313,6 Millionen CHF beisteuerten, was einem Anstieg von 1,2 % entspricht. Breitere Marktdaten der Schweizerischen Spielüberwachungsbehörde weisen auf eine ähnliche Kontraktion hin, wobei der Umsatz aus Lotterie und Sportwetten um 2,4 % auf 3,87 Milliarden CHF und der Bruttospielertrag um 3,7 % auf 1,203 Milliarden CHF sank. Die Bundesabgabe für Casinos belief sich auf 263,1 Millionen CHF, verteilt auf 219,99 Millionen CHF für den Bund und 43,08 Millionen CHF für die Kantone. Das operative Budget der Kommission belief sich auf 10,7 Millionen CHF, finanziert hauptsächlich durch Gebühren- und Bußgeldereinnahmen.Lizenzanpassungen und Standortbetrieb
Der Berichtszeitraum 2025 fiel mit dem Beginn eines neuen Konzessionszyklus bis 2044 zusammen, sodass die Schweiz nun über 20 Standorte und neun Online-Betreiber verfügt. Das Casino St. Moritz hat seinen Betrieb im April aufgrund finanzieller Engpässe eingestellt, seine Lizenz wurde im August entzogen und eine Neuausschreibung ist vor einer Bundesprüfung im Jahr 2028 nicht geplant. Das Casino Schaffhausen schloss im Oktober nach 23 Jahren endgültig und übertrug seine Belegschaft und Vermögenswerte an das Casino Winterthur. Das Casino Davos pausierte den Betrieb für einen Standortwechsel und nahm den Service am 15. Dezember nach behördlicher Genehmigung wieder auf.Online-Marktanpassungen umfassten die Juli-Start von Mendrisio, während Casino Basel und Casino Montreux aus digitalen Operationen ausstiegen, da sie diese als finanziell nicht tragfähig erachteten. Prilly erhielt eine Lizenzverlängerung bis zum 31. Oktober 2026, um die Gebäude-Sanierung abzuschließen. Die Kommission berichtete auch über ein anhaltendes jährliches Wachstum der Registrierungen im landesweiten Ausschlussregister Spielsperre, was die obligatorischen Spielerschutzmaßnahmen in allen lizenzierten Standorten unterstreicht.